WIPO Report zu Trademarks, Patente, Design

Die World Intellectual Property Organization (WIPO) hat Ihren Bericht zu Anmeldungen von Warenzeichen, Patenten und Design veröffentlicht.

Herunterladen können Sie ihn hier.

Für Markeninhaber ergeben sich aus der ständig steigenden Zahl an Anmeldungen die Fragen:

Wie bleibt meine Marke bekannt?

Wie bleibt meine Marke relevant?

Wie generiere ich aus Bekanntheit und Relevanz Umsatz und Profit?

Starke Markenlizenzen geben Pricing Power

Lizenznehmer profitieren auf viele Arten von starken Marken. Ein wichtiger Vorteil ist “Pricing Power”.

Anbieter von No-Name Produkten oder schwachen Labels können keine Preiserhöhungen durchsetzen. Sie sind einfach ersetzbar.

Dagegen generieren starke Marken ein Premium und somit höhere Margen. Und die höheren Margen – das Marken Premium – verdienen die Lizenzgebühr.

Das gilt besonders in Zeiten steigender Kosten, so wie jetzt.

Markenwert David Bowie Katalog

Der Nachlass von David Bowie verhandelt über den Verkauf des Musikkataloges. Angebote sollen bei US$200 Mio. liegen.

Bereits in den frühen 2000ern legte David Bowie als erster Künstler mit seinen Songs und zukünftigen Lizenzeinnahmen Bonds auf. Damals nahm dieser rund US$30 Mio ein.

Vor Kurzem lizenzierte der Nachlass bereits die sogenannten Masters, die originalen Bandaufnahmen der Songs durch David Bowie, an Warner Music. Dies garantiert den potenziellen Erwerbern Royalty Einnahmen. Dies bietet eine hervorragende Grundlage zur Bewertung.

David Bowie ist ein Paradebeispiel für erfolgreiches Lizenzenmarketing. Und für Markenbewertung und -finanzierung.

Followers: Religion und Influencer

Unten sehen Sie einige der ältesten und bekanntesten Logos, sowie deren Anzahl an “Followern” (WikiPedia):

 

 

 

 

Christentum: 2.400 Mio.

 

 

 

 

Islam: 1.900 Mio.

 

 

 

 

 

Tao: 173 Mio.

 

 

 

 

Judentum: 15 Mio.

 

Und hier die Top 10 Social Media Stars mit Anzahl der “Follower” (April 2021, von hier):

Cristiano Ronaldo:  517 Mio

Justin Bieber: 455 Mio

Ariana Grande: 429 Mio.

Selena Gomez: 425 Mio.

Taylor Swift: 361 Mio.

Dwayne Johnson: 342 Mio.

Katy Perry: 338 Mio.

Kylie Jenner 333 Mio.

Rihanna 332 Mio.

Kim Kardashian: 319 Mio.

Sportler und Entertainer sind führend, Künstler (Musik/Film) stellen 25 der Top 50.

Rhianna kapitalisiert ihre Marke Fenty  – Dessous, Kosmetik, – mit LVMH.

An Kylie Jenners Marken – Kosmetik, Wäsche – ist Coty beteiligt.

Erfolgreiche Marken – Banksy

Ein Beispiel für erfolgreichen Markenaufbau und -führung ist Banksy. Die jüngste Versteigerung seines “Love in the Bin” erzielte US$25,4 Mio. Vor nur drei Jahren wurde das Werk noch für US$1,4 Mio versteigert.

Was macht Banksy erfolgreich?

Markenmythos, seine Person ist ein Geheimnis.

Grenzüberschreitung, die Legalität von Graffiti ist zweifelhaft. Ähnlich galt Red Bull zu Anfang als nicht legal in Deutschland.

Markenkontrolle, unter PestControl authentifiziert er seine Arbeit und schützt und verteidigt so sein Werk und seine Marke.

Exklusivität, Banksy ist selektiv bei Lizenzvergabe.

Banksy operiert weitestgehend abseits der klassischen Kanäle des Kunstmarktes wie Galerien, Kunstmessen, Museen.

Meist empfohlene Marken

Das wichtigste Geschäft basiert auf Empfehlungen.

Hier die meist empfohlenen Marken laut YouGov:

1  engelbert strauss
2  medikamente-per-klick
3  Weleda
4  ecover
5  Lavazza
6  Andechser Natur
7  Walbusch
8  Fielmann
9  booking.com
10 Baileys

Juni 2020 – Mai 2021

Sweaty Betty statt Reebok

Der US Amerikanische Schuhhersteller Wolverine ist Markeninhaber – u. a. Hush Puppies, Sperry, Keds – und Lizenznehmer – z. B. Caterpillar, Harley Davidson.

Zusammen mit Authentic Brands Group wollte Wolverine von Adidas die Marke Reebok übernehmen.

Nun übernimmt Wolverine statt dessen die Activewear Kette ‘Sweaty Betty’, ursprünglich aus GB mit Läden in UK, USA und Asien, für rund US$ 400 Mio.

Der Wettbewerb ist immer noch LuluLemon. Die 1998 gestartete Kanadische Fitness- und Yoga-Marke kam 2019 auf Umsatz von ca. US$ 4 Mrd.

Der Markt für Fitness, Athleisure, etc. war mal das Stammgeschäft von Reebok. Damit wurde Reebok groß. Damals hieß es Aerobics.

Zegna & SPAC

Der Französische Markt für Luxusprodukte wird von zwei Börsen-notierten Konglomeraten dominiert, LVMH und Kering. Und beide haben Italienische Luxusmarken akquiriert.

Der Italienische Markt ist weitaus diversifizierter mit Unternehmen wie zum Beispiel Armani, Brunello Cucinelli, Dolce & Gabbana, Ferragamo, Kiton, Max Mara, Prada, Tod’s.

Nun geht die Ermenegildo Zegna Gruppe via SPAC an die Börse. Über Jahrzehnte wandelte sich Zegna vom Textilunternehmen, zu Herrenbkleidung (Anzüge), zu DOB und Lizenzgeber. Es nahm eine Lizenz von Maserati und erwarb Marken wie Thom Browne.

Die ebenfalls Italienische Marzotto Gruppe nahm früher einen ähnlichen Weg. Auch als Textil-Mühle gestartet, besaß es einmal Hugo Boss und Valentino, und war Lizenznehmer von Marlboro Classics.

Hinter der SPAC steht InvestIndustrial, ein Private Equity Haus, mit aktuellen und früheren Anteilen an Aston Martin Lagonda, Ducati, Morgan Motor Company, B&B Italia, Jacuzzi.