WIPO Report zu Trademarks, Patente, Design

Die World Intellectual Property Organization (WIPO) hat Ihren Bericht zu Anmeldungen von Warenzeichen, Patenten und Design veröffentlicht.

Herunterladen können Sie ihn hier.

Für Markeninhaber ergeben sich aus der ständig steigenden Zahl an Anmeldungen die Fragen:

Wie bleibt meine Marke bekannt?

Wie bleibt meine Marke relevant?

Wie generiere ich aus Bekanntheit und Relevanz Umsatz und Profit?

Sportgetränke Markenwert

The Coca-Cola Company übernimmt die Mehrheit an Sport Drinks Marke BodyArmor.

2018 erwarben sie 15%, für die restlichen 85% zahlt sie nun US$5,6 Mrd.

Bei Umsatz von US$1,4Mrd ist ArmorBody mit US$8,0 Mrd. bewertet, Faktor 5,7.

Zu The Coca-Cola Company gehören unter Anderem bereits die Sportgetränke Powerade und Aquarius. Der große Mitbewerber ist Gatorade (Pepsico).

Markenwert David Bowie Katalog

Der Nachlass von David Bowie verhandelt über den Verkauf des Musikkataloges. Angebote sollen bei US$200 Mio. liegen.

Bereits in den frühen 2000ern legte David Bowie als erster Künstler mit seinen Songs und zukünftigen Lizenzeinnahmen Bonds auf. Damals nahm dieser rund US$30 Mio ein.

Vor Kurzem lizenzierte der Nachlass bereits die sogenannten Masters, die originalen Bandaufnahmen der Songs durch David Bowie, an Warner Music. Dies garantiert den potenziellen Erwerbern Royalty Einnahmen. Dies bietet eine hervorragende Grundlage zur Bewertung.

David Bowie ist ein Paradebeispiel für erfolgreiches Lizenzenmarketing. Und für Markenbewertung und -finanzierung.

Sequential Brands Group Versteigerung

Das Lizenzunternehmen Sequential beantragte kürzlich Gläubigerschutz. Im Rahmen des Verfahrens versteigert es nun seine verbliebenen Labels und Marken, darunter Jessica Simpson, Avia, AND1 und William Rast.

Bereits zuvor verkaufte es Caribbean Joe für US$3 Mio. und Ellen Tracy für US$17 Mio. Beide sind erfolgreich lizenziert. 2013 hatte Sequential über US$80 Mio. gezahlt.

Linnens ‘N’ Things wurde an Retail Ecommerce Ventures verkauft. Das Unternehmen verwandelt Einzelhändler zu e-Commerce.

Martha Stewart hatte Sequential bereits früher verlassen und zu Marquee Brands gewechselt.

Meist empfohlene Marken

Das wichtigste Geschäft basiert auf Empfehlungen.

Hier die meist empfohlenen Marken laut YouGov:

1  engelbert strauss
2  medikamente-per-klick
3  Weleda
4  ecover
5  Lavazza
6  Andechser Natur
7  Walbusch
8  Fielmann
9  booking.com
10 Baileys

Juni 2020 – Mai 2021

ABG + Wolverine kaufen Reebok

Wie in der Presse heute verlautbart wird, übernehmen das Markenunternehmen Authentic Brands Group und Schuhhersteller Wolverine World Wide gemeinsam die Marke Reebok von der Adidas AG.

Der Kaufpreis soll bei bis zu €2,1 Mrd. liegen und 2022 nahezu komplett in bar gezahlt werden. Das ist deutlich weniger, als Adidas damals zahlte. Aber deutlich mehr, als zuletzt zu befürchten war.

Mit an Bord ist bei ABG der Anteilseigner und Ex Basketball Star Shaquille O’Neal, der Reebok einiges an Reputation und PR liefern kann.

Der Börsengang von ABG dürfte von der Akquisition beflügelt werden, Anteilseigner wie BlackRock und Leonard Green & Partner sollte es freuen.

 

Sweaty Betty statt Reebok

Der US Amerikanische Schuhhersteller Wolverine ist Markeninhaber – u. a. Hush Puppies, Sperry, Keds – und Lizenznehmer – z. B. Caterpillar, Harley Davidson.

Zusammen mit Authentic Brands Group wollte Wolverine von Adidas die Marke Reebok übernehmen.

Nun übernimmt Wolverine statt dessen die Activewear Kette ‘Sweaty Betty’, ursprünglich aus GB mit Läden in UK, USA und Asien, für rund US$ 400 Mio.

Der Wettbewerb ist immer noch LuluLemon. Die 1998 gestartete Kanadische Fitness- und Yoga-Marke kam 2019 auf Umsatz von ca. US$ 4 Mrd.

Der Markt für Fitness, Athleisure, etc. war mal das Stammgeschäft von Reebok. Damit wurde Reebok groß. Damals hieß es Aerobics.

Zegna & SPAC

Der Französische Markt für Luxusprodukte wird von zwei Börsen-notierten Konglomeraten dominiert, LVMH und Kering. Und beide haben Italienische Luxusmarken akquiriert.

Der Italienische Markt ist weitaus diversifizierter mit Unternehmen wie zum Beispiel Armani, Brunello Cucinelli, Dolce & Gabbana, Ferragamo, Kiton, Max Mara, Prada, Tod’s.

Nun geht die Ermenegildo Zegna Gruppe via SPAC an die Börse. Über Jahrzehnte wandelte sich Zegna vom Textilunternehmen, zu Herrenbkleidung (Anzüge), zu DOB und Lizenzgeber. Es nahm eine Lizenz von Maserati und erwarb Marken wie Thom Browne.

Die ebenfalls Italienische Marzotto Gruppe nahm früher einen ähnlichen Weg. Auch als Textil-Mühle gestartet, besaß es einmal Hugo Boss und Valentino, und war Lizenznehmer von Marlboro Classics.

Hinter der SPAC steht InvestIndustrial, ein Private Equity Haus, mit aktuellen und früheren Anteilen an Aston Martin Lagonda, Ducati, Morgan Motor Company, B&B Italia, Jacuzzi.