Re-Branding

Mars ist eine erfolgreiche Marke, ein sehr erfolgreiches Markenartikel-Unternehmen und ein erfolgreicher Lizenzgeber (z. B. Eis). Mit Rebranding hat Mars  gemischte Erfahrungen.

Aktuell ändert Mars seine Marke Uncle Ben’s in Ben’s Original. Das Key Visual entfällt.

Erfolgreich war die Namensänderung von Raider zu Twix in 1991.

Ein Misserfolg hingegen war die Änderung des Firmennamens von Mars zu Masterfoods. Die negativen Auswirkungen im Handel, beim B2B Geschäft, führten zu einer schnellen Umkehr.

Escada Insolvenzantrag

Laut zahlreicher Medien meldet mit Escada eine weitere ikonische Mode-Marke Insolvenz an. Die Ursachen können vielseitig sein.

Sehr lange versuchte Escada, Produktfelder wie Parfum, Taschen, Sonnenbrillen und Schuhe selbst zu erschließen. Erst spät wechselte das Unternehmen zu Lizenzen.

Die Abgrenzung von Escada und Escada Sport ist schwierig, auch andere Marken scheitern mit Diffusion Lines.

Mit Neiman Marcus ging ein wichtiger Handelspartner in die Insolvenz.

Escada entstand aus der Idee der koordinierten Mode, also ein komplettes Outfit von einer Marke. Schon seit den 90ern kombinieren Frauen immer stärker selbst und dabei auch Discountware mit Luxusprodukten.

Zuletzt kooperierte Escada mit der Sängerin Rita Ora. Die gleichzeitig mit Deichmann arbeitet.

Update: Die Markenrechte sind nicht Teil der Insolvenz.

Boardriders akquiriert Billabong

Boardriders, Eigentümer der Marken Quiksilver, Roxy, und DC Shoes, hat laut Bericht einen Kaufvertrag für Billabong International unterzeichnet.

Beide Surf-/Sport-/Lifestyle-Unternehmen sind zusammen in mehr als 110 Ländern aktiv, haben Online-Shops in 35, und über 630 Marken-Stores in 28 Ländern. Beide Marken vergaben Markenlizenzen.

Die Übernahme soll in der ersetn Hälfte des Jahre 2018 abgeschlossen werden.

Luxus-Marken dürfen online Handel beschränken

Im Konflikt zwischen Luxus-Marken und online Plattformen wie Amazon und eBay entschied der Europäische Gerichtshof zugunsten der Marken.

Der Fall (C-230/16) betraf Coty, Inc gegen einen seiner Deutschen autorisierten Einzelhändler.

Das Gericht entschied, ein Anbieter von Luxuswaren darf seinen autorisierten Händlern den Verkauf seiner Waren über Drittanbieter wie Amazon untersagen.

Karussell bei Parfum-Lizenzen

Im Juli diesen Jahres entschied sich P&G für einen Käufer seiner Prestige Sparte für Parfum und Bodycare. Das Engagement hatte seinen Anfang in der Übernahme der Wella AG, die zuvor die Ferd. Muehlens KG (4711, Sabatini, etc.) übernommen hatte. Über die Jahre sammelte P&G dann noch zahlreiche weitere Luxus-Lizenzen ein.

Dann wuchs die Erkenntnis bei P&G, wir können nur Massenmarkt. Und so wurden zunächst einzelne Marken wie 4711 verkauft, die nicht das Potenzial zum Milliarden-Umsatz hatten. Und nun kam die ganze Premium Sparte zum Verkauf.

Der Erwerber ist die Coty Inc., der Kaufpreis beträgt US$12,5 Milliarden.

Allerdings ist Coty bereits einer der führenden Lizenznehmer bei Parfum und Kosmetik. Zum sehr unfangreichen Lizenz- und Eigenmarken-Portfolio kommen nun auch noch Hugo Boss, Dolce & Gabbana, Gucci, Lacoste, bruno banani, Christina Aguilera, Escada, Gabriela Sabatini, James Bond 007, Mexx, Stella McCartney, Alexander McQueen, Max Factor und Covergirl.

Die Liste der Überschneidungen und Konkurrenzen dürfte ebenso lang sein. Auch wenn Coty strikt nach Luxus, Premium und Mass-Market trennt, zahlreiche Lizenznehmer dürften sich nun als 5. Rad am Wagen fühlen, oder als 10. Ob Lacoste im selben Stall stehen will wie Adidas? Mexx neben Esprit?

Einige der Markenlizenzen haben schon kleine Reisen hinter sich. Zum Beispiel von L’Oreal zu P&G zu Coty.

P+G verkauft Rochas

Procter and Gamble verkauft seine Marke Rochas an Interparfums SA, die Französische Tochtergesellschaft von Inter Parfums, Inc.

Rochas begann als Modeunternehmen und expandierte in den 1950ern zu Parfum. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte Rochas Netto-Umsätze in Höhe von US$46 Millionen. darin enthalten sind US$2 Millionen Lizenzeinnahmen aus den diversen Markenlizenzen für Mode und Accessoires.

Der Verkauf umfasst alle Marken, der Verkaufspreis beträgt US$108 Millionen.

Mehr Markenanmeldungen in 2014

[:de]Das Markenartikel Magazin publizierte die Markenanmeldungen und -Eintragungen aus 2014.

In Deutschland wurden 66.613 Marken angemeldet und 47.980 Marken im Markenregister eingetragen.

Über 793.700 nationale Marken sind beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.[:en]Marken: Boehringer Ingelheim & Daimler mit den meisten Eintragungen

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 66.613 Marken angemeldet, davon 52,5 Prozent online. 47.980 Marken wurden im Markenregister eingetragen. Die Anmeldungen stiegen im Vergleich zum Jahr 2013 (60.183) um 10,7  Prozent, die Eintragungen um 10,3 Prozent (2013: 43.510).

Die meisten Markenanmeldungen stammen weiterhin von Unternehmen und Einzelanmeldern mit Sitz in Nordrhein-Westfalen (13.767). Pro 100.000 Einwohner bleibt Hamburg mit 192 Anmeldungen am kreativsten. Den Spitzenplatz der Unternehmen und Institutionen mit den meisten Markeneintragungen  teilen sich 2014 die Boehringer Ingelheim International GmbH und die Daimler AG mit jeweils 93 Eintragungen.

Über 793.700 nationale Marken sind beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

Eingetragene Designs: Zahl der Anmeldungen steigt um 12,2 Prozent

Im Jahr 2014 wurden 59.423 Designs in 7.207 Einzel- und Sammelanmeldungen beim DPMA eingereicht. Damit ist die Anzahl der angemeldeten Designs gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent, die der Anmeldungen um 12,2 Prozent gestiegen. Der Anteil an Designanmeldungen, die online getätigt wurden, stieg dabei von 24,4 auf 67,0 Prozent an. Insgesamt sind 305.522 Designs beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.

Gebrauchsmuster: Anmeldezahlen gehen um 4,7 Prozent zurück

Bei den Gebrauchsmustern, die wie Patente technische Erfindungen schützen, gingen die Anmeldezahlen im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf 14.748 zurück. Es sind  87.770 Gebrauchsmuster in Deutschland eingetragen.

http://www.markenartikel-magazin.de/no_cache/unternehmen-marken/artikel/details/10011055-rekord-bei-patentanmeldungen-marke-design-im-aufwind/[:]

Barbour Hello Kitty

Barbour ist eine der erfolgreichen Englischen Outdoor Marken. Und war lange das Synonym für die Wachstuch-Jacke. Dann wurde die Marke erweitert um weitere Bekleidung wie Strick und soll zur “Life-Style” Marke ausgedehnt werden. Dabei unterliefen der Marke einige Qualitätsprobleme. So sind z. B. die Pullover von minderer Qualität.

Nun geht Barbour eine Kooperation mit Hello Kitty ein. Im Co-Branding soll es Barbour Jacken, Strickware, Kopfbedeckung und Socken geben, in den Farben Pink, Lila und Blau. Die Zielgruppe dafür ist klar, die erhofften jungen Neukunden auch. Wie das zu traditionell Englisch und Outdoor Aktivitäten wie Jagen, Fischen, Reiten passt, ist jedoch fraglich. Ebenso, ob die Barbour Stammkunden mit Hello Kitty in einen Topf geworfen werden wollen.

Wettbewerber Bellstaff hat auch den Schwenk zur jungen Modemarke versucht. Recht schnell kehrte man aber zum Markenursprung, Motorrad, zurück.

Lizenzgeber kauft Lizenznehmer

Die Schweizer Victorinox, bekannt für das Swiss Army Knife, übernahm ihren Lizenznehmer für Gepäck und Taschen, TRG Accessories, von der Centric Group.

Hintergrund ist die Abhängigkeit vom Messer. Wegen der Sicherheitsvorschriften nach dem 11. September 2001 brachen die Umsätze für Taschenmesser dramatisch ein. Dem Unternehmen wurde klar, dass es ein 2. Standbein braucht. Der erfolgreiche Lizenznehmer war ein logisches Ziel.